Schützenfestumzüge mit der Sackkarre (2001 - 2014)

Schon früh in der Club-Historie wurden wir gefragt, ob wir am traditionellen Umzug des Schützenfestes in Bad Sachsa teilnehmen möchten. Ja, aber nicht ohne ein für "Alte Säcke" angemessenen Untersatz. Eine "Sackkarre" musste her. Seitdem sind wir jedes Jahr dabei.

Schützenfest 2014  (20.07.2014)

Mit frischem Anstrich und instandgesetzten Bremsen war die runderneuerte Sackkarre auch beim Schützenumzug 2014 ein echter Hingucker. Perfekt gestylt auch die Alten Säcke selbst. Günni hatte in Nacht zuvor unserem geschätzten Ilir vom Chicco Bad Sachsa neue Chicco-Strohhüte und trendige Neon-Sonnenbrillen "abgepresst". 
 

 

"Atemlos" (in Anlehnung an Helene Fischer) erreichten wir schließlich das Ziel. Ob es an der Wirkung des 50-Liter-Fasses Bier lag, das Padawan Heijo und Mikrobe im Urschleim Klaus gespendet hatten oder an den schwülen 32 Grad sei der Fantasie des Lesers überlassen. Die Sachsaer Feuerwehr tat zumindest alles dafür, dass wir den Schützenplatz  auch erreichen: Auf halber Strecke wirbelte ein Löschschlauch rein zufällig in unsere Richtung und das folgende  "Wasser marsch" sorgte nicht nur für Gelächter bei den vielen Schaulustigen, sondern auch für pudelnasse Alte Säcke auf der vollbesetzten Sackkarre. 

Gelächter war uns auch bei unserer kleinen Einlage vor dem Vitalhotel sicher. Mit "höchschter" Geschwindigkeit fegte Klaus die Sackkarre für eine Ehrenrunde durch den Kreisel. Dumm nur, dass PrüfSack Hansi die Ansage dafür wohl nicht mitbekommen hatte  und eine unterwegs gespendete Kiste Bier nicht ausreichend sicherte. Ergebnis: Die Fliehkräfte beförderten die Kiste im hohen Bogen von der Sackkarre mitten auf die Straße. Super Ingo! 

Das tat der Stimmung keinen Abbruch. Vorbildlich sicherte Geldsack Frank die Scherben, sprintete hinter der Sackkarre her und genoss wie alle anderen einen wieder einmal grandiosen Schützenfest-Sonntag.

 

Rückblick: Schützenfestumzug 2001 - Jungfernfahrt (15. Juli 2001)

Mehrere Tausend Zuschauer säumten  während des Umzug die Straßen und bewunderten das originelle Gefährt mit seinen 16 Sitzplätzen. Viele konnten sich ein schmunzelndes Grinsen nicht verkneifen und der Funke sprang auch auf die "Alten Säcke" über. Die Versorgung mit kühlem Sprit tat ihr Übriges. Während "Lenker" und "Freund der Säcke" Klaus sich jeglichem Bierkonsum entzog, verbrannten die "Treter" die zugenommene Flüssigkeit bei den Anstiegen rasch wieder in perlenden Schweiss.

Noch lange nach dem Umzug galt es den Interessierten viele Fragen zur Technik der Sackkarre zu beantworten. Eins ist sicher - der Konstrukteur hat ganze Arbeit geleistet. Das massiv gebaute Fahrrad ist mit einer max. Besetzung von 16 Personen nicht nur extrem stabil ausgelegt. Es überzeugt zusätzlich durch eine Vielzahl interessanter Details:

  • Länge 7,80 m, Breite 1,80 m
  • Hinterachse von einem alten Opel Rekord
  • Vordere Gabel von einem Geländemotorrad
  • 4 Ketten Hydraulische Bremse auf der Hinterachse
  • 16 Sitzplätze in Paaren angeordnet (fünfzehn treten, einer lenkt)
  • Preßluftfanfare
  • Beleuchtungsanlage inkl. Blinker und Autobatterie
  • CD-Player/Radio und BoxenHalterungen
  • Haltstangen für Sonnen/Regenschirme
  • Aufsteckbare Ladepritsche für Zuladung von Verpflegung/Bierkisten

 

Rückblick: Schützenfestumzug 2002 -zweiter Einsatz der Sackkarre (21.Juli 2002)

Geschafft ! Beim zweiten Einsatz der Sackkarre wurde der Schützenplatz nicht nur erreicht, sondern auch der letzte Anstieg mit Bravour gemeistert. Alle Säcke, auch die geladenen Gäste, traten diesmal in die gleiche Richtung :-)

Noch kurz vor dem Umzug sah es allerdings eher nach Wasser treten, als nach Pedale treten aus. Seit dem frühen Morgen regnete es Bindfäden. Blitz, Donner und Sturm nahmen jede Lust nur einen Fuß vor die Haustür zu setzen, geschweige denn sich auf ein Fahrrad zu setzen und an einem Festumzug teilzunehmen.
Doch pünktlich zum Umzug riss der Himmel auf. Die Sonne kam raus und mehrere tausend Zuschauer bestaunten unser originelles Gefährt. Eingerahmt von Schützen, Festkapellen und anderen Vereinen hatten die "Alten Säcke" während des gut einstündigen Umzugs wieder mächtig viel Spaß. Dabei hat sicher auch die "innere Rest-Feuchtigkeit" beigetragen, denn die Schützenparty am Samstagabend war wieder einmal super. Die Band "Dynamik" spielte mit Westernhagen, BAP und anderen tanzbaren Klassikern ein tolles Repertoire und fegte bis vier Uhr morgens über die Bühne.

Nach Ende des Umzugs stattete uns dann noch der Konstrukteur des Fahrrades einen überraschenden Besuch ab. Mit GeldSack Frank konnten wir dem genialen Tüftler einen ebenso versierten Gesprächspartner zur Seite stellen. Mit Erfolg. Innerhalb weniger Minuten hatten die beiden bahnbrechende technische Veränderungsvorschläge erörtert. So schlug der Konstrukteur vor, die Hinterachse der Sackkarre durch eine Achse mit Differenzial zu ersetzten, z.B. von einer Starrachse eines Transporters oder eines Staplers. Damit würde die Stellung der Pedale zueinander immer gleich bleiben.

Noch interessanter scheint der Vorschlag die Pedallagerhülse zu kürzen und mit einem kleinerem Lager zu versehen. Dies würde die Montage eines 2. Kettenrades ermöglichen und die Umlenkrollen könnten entfallen. Nach Schätzung der beiden Experten ließe sich damit der Kraftaufwand beim treten um die Hälfte reduzieren ! Darüber werden wir nachdenken.

Der Konstrukteur berichtete, dass es mit dem Fahrrad auch schon mal einen schweren Umfall gegeben hat. Mieter sind mit dem Rad die Serpentinen hinter Pöhlde heruntergefahren, haben das Rad erst mal laufen gelassen und waren nicht mehr in der Lage abzubremsen. Die Ausfahrt fand in einem Graben ein jähes Ende.

Rückblick: Schützenfestumzug 2003 (21.Juli 2003)

(RS) Zum Schützenfest in Bad Sachsa kennt der Wettergott nur zwei Extreme: Entweder regnet es Bindfäden oder es ist brütend heiß.

Bei 35 Grad im Schatten war der diesjährige Schützenumzug demnach mal wieder eine besonders schweißtreibende Angelegenheit. Aber nicht nur die Hitze, auch die Nachwehen des Abends sorgten bei einigen "Alten Säcken" erst mal für lahme Beine und sichtbare Kreislaufprobleme.

Die aber waren schnell verflogen, als die Ausbaustufe II der Sackkarre endlich freigegeben wurde. Soest hatte mit einer sensationellen Eigenkonstruktion aus Gardena- Gartenschlauchteilen 8 kleine Zapfanlagen gebaut, je Sitzreihe eine. Kühles Bier vom Fass, frisch gezapft und direkt am Sattel. "Prost Ihr Säcke!"

Im Hochgefühl einer besonders genialen Erfindung ließen die "Alten Säcke" dann auch jeden an ihrem Coup teilhaben. Marinekameradschaft, Walter Vieth, Andre Rausch oder Enno - alle an der Strecke stehenden bekannten Gesichter bekamen den Schlachtruf "Prost Ihr Säcke" lautstark zu hören, ob sie nun wollten oder nicht !

Als das Fass alle war, bedienten sich die "Säcke" kurzerhand allem, was sich an kaltem Bier (Orient Express) oder Schierker Feuerstein (Reichsbund) in den Weg stellte. Bei soviel Brennstoff wundert es nicht, dass das Ziel Schützenplatz trotz brütender Hitze locker erreicht wurde. Nur Christian hatte Mühe. Er legte sich beim absteigen von der Sackkarre erstmal lang auf den Rücken.

Rückblick: Schützenfestumzug 2004 (17.07.2004)

Auch beim Umzug 2004 durften die "Alten Säcke" nicht fehlen. Der HarzKurier veröffentlichte anschließend dieses nette Bild.

 

Rückblick: Schützenfest 2006 (16.07.2006)

Auch in diesem Jahr wurde die Teilnehme der "Alten Säcke" am Schützenfestumzug wieder in der Lokalpressse dokumentiert.

 

Foto-Impressionen 2001-2014: